Gummistiefel aus, die Traubenschere aus der Hand

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Während wir nun schon die ersten Bestellungen für die Weihnachts- und Adventszeit packen, gärt es noch kräftig im Keller. Die Weinlese startete in diesem Jahr etwa zwei Wochen später. Der verregnete Sommer und die fehlenden Sonnenstunden verzögerten die Reife von Tag zu Tag. Durch die vielen Niederschläge litten unsere Reben außerdem sehr unter dem Infektionsdruck der Mehltaukrankheiten.

Anfang August zog schließlich ein schweres Unwetter mit großen Hagelkörnern über unsere Region. Jeder unserer Weinberge wurde mehr oder weniger stark betroffen. Teilweise waren nur noch Blattstiele und aufgeplatzte Beeren an den Rebstöcken zu finden. Die Ertragsverluste können leider nicht kompensiert werden. Es blieb für uns nur zu hoffen, dass es trocken blieb. Regen und warmes Wetter hätten die Fäulnis sehr stark begünstigt.
Zum Glück wurde uns ein Herbst mit kühlen Temperaturen und wenigen Niederschlägen beschert.
Für unsere Trauben war das die Rettung in letzter Minute.
Die hagelgeschädigten Beeren trockneten ein und die Trauben gewannen allmählich an Mostgewicht und Reife. Nach der Gärung sollen unsere Weine noch genügend Zeit bekommen, um ihr volles Aroma auf dem Hefelager zu entfalten.
Bis wir den neuen Jahrgang 2021 probieren können, wird es noch einige Wochen dauern. Wir freuen uns aber schon darauf, Ihnen die Weine bald vorstellen zu dürfen.